Spielregeln Fußball

Spielfeld
Das Spielfeld ist rechteckig, eben und hindernissfrei. Zur Entwässerung kann das Spielfeld geringfügig in Richtung Torlinien geneigt sein. Der Boden besteht im besten Fall aus Rasen, ansonsten aus Kunstrasen bzw. handelt es sich um einen Hart- oder Aschplatz. Die Länge der kurzen Seiten (Torlinie) muss bei nationalen Spielen zwischen 45 und 90 Meter, die der langen Seiten (Seitenlinie) zwischen 90 und 120 Meter betragen. Üblich sind 68 mal 105 Meter aufgrund der Begrenzungen in einem Leichtathletikstadion. Der Mittelkreis hat einen Durchmesser von 9.15m. Der Strafraum misst 16,50×40,32m. Der Torraum misst 5,50×18,32m. Das Tor ist 2,44m hoch unter 7,32m breit. Das Spielfeld wird in der Regel durch gleichbreite, weiße, max. 12cm breite Linien markiert. Liegt Schnee, können Linien aus dunklem Material aufgebracht werden.

Weiterhin werden die Mittellinie, der Mittelkreis / Anstoßkreis, der Anstoßpunkt, die Strafstoßmarke, der Teilkreis am Strafraum, der Strafraum und der Torraum markiert. An den 4 Ecken wird jeweils eine Fahne in „lebhafter“ Farbe an einer Stange angebracht, die mindestens 1,50 Meter hoch ist. Bei starkem Schneefall sind Hilfsfahnen zur Kennzeichnung des Strafraums außerhalb des Spielfeldes aufzustellen. In der Mitte der kurzen Seiten befindet sich jeweils ein Tor, das aus jeweils 2 weißen/silbernen Pfosten und einer Querlatte besteht. Diese sind aus Aluminium oder Kunststoff und haben einen ovalen oder runden Querschnitt. Das Tor muss entweder fest im Boden verankert oder in sonstiger Weise gegen Umfallen gesichert sein. Tore werden in der Regel mit Netzen versehen. Bei eingeschränkter Sicht (z.B. Nebel, Rauchbomben, Ausfall Flutlicht) unterbricht der Schiedsrichter das Spiel und bricht es ggf. ab, wenn sich Zustand nicht bessert.
Spielball
Der Fußball ist kugelförmig und besteht aus Leder oder synthetischem Material. Der Umfang soll 68 bis 70 cm, das Gewicht 410 bis 450 und der Druck 0,6 bis 1,1 bar betragen. Muss der Ball während des Spiels getauscht werden, wird das Spiel dann mit einem Schiedsrichterball von der Stelle fortgesetzt, an der der Ball beschädigt wurde. Dies gilt auch beim Strafstoß.

Mannschaften
Beide Mannschaften bestehen zu Spielbeginn aus elf Spielern. Ein Spieler jeder Mannschaft ist der Torwart, dessen Kleidung sich farblich den anderen Spieler und dem Schiedsrichterteam unterscheiden muss. Feldspieler dürfen in einer Spielunterbrechung und in Absprache mit dem Schiedsrichter den Platz mit dem Torwart tauschen. Durch Platzverweise und Verletzungen  kann sich die Zahl der Spieler während des Spiels reduzieren.Jede Mannschaft muss einen durch eine Armbinde gekennzeichneten Spielführer (Mannschaftskapitän) haben. Er ist der Ansprechpartner des Schiedsrichters. Es dürfen maximal drei Feldspieler vom Trainer ausgewechselt werden. Besteht die Mannschaft im Rückstand aus weniger als sieben Spielern, kann der Schiedsrichter das Spiel auf Forderung des Spielführers dieser Mannschaft abbrechen. Spielerbekleidung sind Trikot, Strümpfe, Schienbeinschützer, Schuhe mit Stollen und eine kurze Hose. Schmuck wird aufgrund der Verletzungsgefahr nicht getragen. Je nach Witterung kann mit lang- oder kurzärmligen Trikots und gegebenenfalls Handschuhen gespielt werden. Torwarte tragen zusätzlich spezielle Handschuhe, nach Witterung auch lange Hosen.

Trikotfarben
Die Mannschaften müssen in verschiedenfarbigen Trikots auflaufen. Jede Mannschaft besitzt Heim- und Auswärtstrikots. Befindet der Schiedsrichter die Heimfarben der Gäste als zu ähnlich, so müssen diese in den Auswärtstrikots auflaufen. In der Regel hat die Heimmannschaft das Recht, das Heimtrikot zu tragen.

Leitung des Spiels
Jedes Spiel wird von einem Schiedsrichter, der ggf. von zwei Schiedsrichterassistenten unterstützt wird, geleitet und der die Einhaltung der Regeln überwacht. Er darf den Spielablauf jederzeit zu unterbrechen, falls eine Regelverletzung stattgefunden hat. Seine Entscheidungen über Spielsituationen sind für beide Mannschaften bindend. Getroffene Entscheidungen darf er nur ändern, wenn das Spiel noch nicht fortgesetzt wurde.Bei hochklassigen oder internationalen Spielen steht ein weiterer Assistent (Vierter Offizielle) zur Verfügung, der das Verhalten der Trainer, Betreuer und Ersatzspieler überwacht, Ein- und Auswechslungen abwickelt und die Nachspielzeit anzeigt.

Spielbeginn und -dauer
Vor Spielbeginn lost der Schiedsrichter mit beiden Spielführern die anstoßende Mannschaft aus. Der das Los gewinnende Spielführer durch das Los siegende Spielführer entscheidet, auf welcher Feldseite seine Mannschaft beginnt. Die dem Los unterliegende Mannschaft führt den Anstoßaus. Vor dem Anstoß müssen sich alle Spieler in ihrer jeweiligen Spielfeldhälfte befinden. Außer den Spielern der anstoßenden Mannschaft dürfen sich keine weiteren Spieler im Anstoßkreis befinden.Die reguläre Spielzeit beträgt 90 Minuten aufgeteilt in 2 Halbzeiten. Zwischen den Halbzeiten beträgt die Pause max. 15 Minuten. Zu Beginn der zweiten Halbzeit wechseln die Mannschaften die Spielfeldseiten. Der Schiedsrichter kann aufgrund von Spielunterbrechungen nach Ende der regulären Spielzeit eine Nachspielzeit bestimmen. Im Männer- und Frauenfußball sind die Spielzeiten gleich.

Spielfortsetzung
Die Art der Spielfortsetzung hängt dem Grund der Spielunterbrechung ab. Für alle Spielfortsetzungen (außer Schiedsrichterball) gilt, dass der Ball von dem Ausführenden erst dann zum zweiten Mal berührt werden darf, wenn ein anderer Spieler den Ball berührt hat.

Anstoß
Nach jedem gültigen Tor, zu Beginn der Halbzeiten (reguläre Spielzeit und Verlängerung) wird das Spiel mit einem Anstoß begonnen bzw. fortgesetzt. Der Ball wird vom Anstoßpunkt in der Mitte des Spielfeldes nach Freigabe des Balls durch den Schiedsrichter gespielt. Alle Spieler müssen sich in ihrer jeweiligen Spielfeldhälfte befinden. Der Kreis um den Anstoßpunkt darf von den Spielern der Mannschaft, die nicht den Anstoß ausführt, erst betreten werden, wenn sich der Ball vorwärts bewegt (=im Spiel ist).

Einwurf
Verlässt der Ball das Spielfeld über eine Seitenlinie, wird das Spiel mit einem Einwurf für die Mannschaft fortgesetzt, die den Ball vor der Überschreitung der Seitenlinie nicht zuletzt berührt hat. Der Spieler muss mit beiden Füßen hinter bzw. auf der Seitenlinie stehen und den Ball mit beiden Händen von hinter dem Kopf kommend werfen. Hält der Einwerfende diese Regeln nicht ein, bekommt die andere Mannschaft einen Einwurf zugesprochen. Der Gegner darf sich beim Einwurf bis auf minimal zwei Metern nähern. Durch einen Einwurf kann kein direktes Tor erzielt werden, andernfalls wird auf Abstoß oder Eckstoß entschieden.

Abstoß
Wird der Ball von einem Spieler der angreifenden Mannschaft außerhalb des Tores über die Torlinie der verteidigenden Mannschaft geschossen, wird das Spiel mit einem Abstoß von einer beliebigen Stelle des Torraums fortgesetzt. Der Ball ist erst wieder im Spiel, wenn er den Strafraum in Richtung Spielfeld verlassen hat. Alle gegnerischen Spieler müssen zum Abstoß den Strafraum verlassen.

Eckstoß
Berührt ein verteidigender Spieler den Ball zuletzt, bevor dieser die eigene Torlinie außerhalb des Tores überschreitet, so wird das Spiel mit einem Eckstoß fortgesetzt. Der Ball wird in den durch einen Viertelkreis markierten Bereich in der Ecke des Spielfeldes gelegt, die dem Ort des Verlassens des Spielfeldes durch den Ball am nächsten liegt. Beim Eckstoß darf kein verteidigender Spieler diesem Viertelkreis näher kommen als 9,15 Meter.

Freistoß
Beim Freistoß wird zwischen direktem und indirektem Freistoß sowie dem Strafstoß als Sonderform des direkten Freistoßes unterschieden. Immer müssen die Gegenspieler einen Mindestabstand von 9,15 Meter zum Ball einhalten, bis dieser wieder im Spiel ist und der Ball muss zunächst ruhen. Auf Freistoß wird entschieden, wenn eine Regelübertretung vorliegt und der Schiedsrichter nicht die Vorteilsbestimmung anwendet. Die Freistoßvariante, hängt von der Art der Regelübertretung ab. Bei Freistößen im eigenen Strafraum ist der Ball erst im Spiel, wenn er den Strafraum verlassen hat. Beträgt die Distanz zur Torlinie der Verteidiger weniger als 9,15 Meter, so dürfen die Verteidiger im Bereich des Tores auch auf der Torlinie stehen.

Direkter Freistoß
Ein direkter Freistoß wird bei Foulspielen sowie bei unerlaubter Berührung des Balles mit der Hand verhängt. Erfolgt der Regelverstoß im eigenen Strafraum, ist auf Strafstoß zu entscheiden. Aus einem direkten Freistoß kann unmittelbar ein Tor erzielt werden, bezüglich des Freistoßortes und der Abstände gelten dieselben Bedingungen wie beim indirekten Freistoß. Gelangt der Ball aus einem direkten Freistoß ohne weitere Berührung durch einen anderen Spieler ins eigene Tor, so wird das Tor nicht anerkannt und das Spiel mit einem Eckstoß für die andere Mannschaft fortgesetzt.

Indirekter Freistoß
Der indirekte Freistoß wird in allen Fällen verhängt, wenn eine Regelübertretung vorliegt, die nicht mit einem direkten Freistoß bestraft wird. Hierzu zählen vor allem Abseitsstellungen, gefährliches Spiel, Verstöße gegen die Rückpassregel und unsportliches Verhalten. Der indirekte Freistoß wird am Ort der Regelübertretung ausgeführt, wobei bei einem Verstoß im Torraum die Ausführung an die am nächsten liegende Stelle der Torraumbegrenzung verlegt wird. Aus einem indirekten Freistoß kann kein Tor erzielt werden, andernfalls wird auf Abstoß auf Eckstoß entschieden.

Strafstoß
Der Strafstoß (Elfmeter) wird immer dann verhängt, wenn eine Regelübertretung, die zu einem direkten Freistoß geführt hätte, im eigenen Strafraum erfolgt. Der Strafstoß wird der Ball vom Elfmeterpunkt ausgeführt. Der Torwart der verteidigenden Mannschaft muss sich innerhalb des Tores befinden und darf die Torlinie erst verlassen, wenn sich der Ball bewegt. Außer dem Strafstoßschützen müssen alle Spieler mindestens 9,15 Meter vom Ball entfernt bleiben, bis sich der Ball bewegt. Außerdem darf kein Spieler der Torlinie näher sein als der Ball. Der Strafstoß wird durch Pfiff des Schiedsrichters freigegeben. Der Ball muss vom Schützen nach vorne in Richtung Torlinie gestoßen werden. Nach Abwehr durch den Torwart oder Abprall am Tor ist ein Nachschuss durch einen beliebigen Spieler möglich. Wird der Strafstoß erst nach Ablauf der Spielzeit ausgeführt, ist das Spiel mit dem Strafstoß beendet. Ein Nachschuss ist dann nicht mehr möglich.

Schiedsrichterball
Unterbricht der Schiedsrichter das Spiel nicht wegen eines Regelverstoßes (Verletzungen, Einflüsse/Gegenstände von außen auf dem Feld, Irrtum des Schiedsrichters, Vergehen außerhalb des Spielfelds), wird das Spiel mit einem Schiedsrichterball fortgesetzt. Hierzu nimmt der Schiedsrichter den Ball in die Hand, hebt ihn auf Brusthöhe und lässt ihn fallen. Der Ball ist wieder im Spiel, sobald er den Boden berührt. Aus einem Schiedsrichterball darf erst nach zweimaliger Ballberührung (auch desselben Spielers) ein Tor erzielt werden.

Schutzhand
Zum Schutz der Brust wird im Frauenfußball in der Regel die Zuhilfenahme von Hand oder Arm gestattet (Schutzhand). Dabei darf nicht der Ball gespielt werden.

Regelübertretung
Bei Regelübertretungen, unterbricht der Schiedsrichter das Spiel. Die Art der Spielfortsetzung hängt von der Art der Regelübertretung ab. Ggf. kann / muss der Schiedsrichter zusätzlich eine gelbe oder rote Karte Für technische Vergehen (beispielsweise Abseitsstellung oder falschen Einwurf) gibt es keine persönlichen Strafen.

Abseits
Abseits liegt vor, wenn sich ein angreifender Spieler bei einem Pass eines Mitspielers im Moment der Ballabgabe in der gegnerischen Hälfte befindet, der gegnerischen Torlinie näher ist als der Ball und der gegnerischen Torlinie mit einem für eine Torerzielung geeigneten Körperteil näher ist als der vorletzte verteidigende Spieler sowie im weiteren Spielverlauf aktiv in das Spielgeschehen eingreift. Es wird zwischen aktivem und passivem Abseits unterschieden. Bei aktivem Abseits greift der im Abseits stehende Spieler aktiv ins Spiel ein, beim passiven Abseits nicht. Aktives Abseits wird mit einem indirekten Freistoß bestraft. Ein passives Abseits kann sich in ein aktives Abseits ändern, wenn der passive Spieler z.B. durch einen Abprall des Balls vom Torpfosten bzw. gegnerischen Torwart in Ballbesitz gerät oder er die Sicht des Torhüters behindert. Bei Einwurf, Eckstoß und Abstoß gibt es kein Abseits. Ein Tor aus einer Abseitsstellung ist ungültig.

Rückpass
Spielt ein Spieler den Ball kontrolliert per Fuß oder durch einen Einwurf zum Torwart der eigenen Mannschaft handelt es sich um einen Rückpass, den der Torwart nicht mit der Hand berühren darf. Andernfalls muss der Schiedsrichter auf indirekten Freistoß am Ort des Handkontaktes entscheiden.

Vorteilsbestimmung
Der Schiedsrichter muss bei einem Vergehen das Spiel weiterlaufen lassen, wenn gegenüber der Spielunterbrechung, ein Vorteil für die Mannschaft zu erwarten ist, gegen die das Vergehen begangen wurde. Sollte sich der erwartete Vorteil nach einigen Sekunden nicht einstellen, kann der Schiedsrichter das Vergehen nachträglich ahnden.

Disziplinarstrafen (Verwarnungen und Platzverweise)
Der Schiedsrichter kann eine Verwarnung (gelbe Karte) wegen bestimmten Regelübertretungen aussprechen. Gründe hierfür sind vor allem

1 Unsportlichkeit, Vortäuschen eines Fouls oder übertriebener Torjubel
2 wiederholte Verstöße gegen die Spielregeln (nicht für technische Vergehen)
3 absichtliche Verzögerung des Spiels zur Vorteilsverschaffung
4 Nichteinhaltung des Abstandes zum Ball oder ausführenden Spieler bei einer Standardsituation
5 Kritik am Schiedsrichter
6 Foul

Torerzielung
Im laufenden Spiel kann jederzeit ein Tor erzielt werden. Nach Spielunterbrechungen wird in Spielfortsetzungen, aus denen direkt ein Tor erzielt werden kann, und solchen, bei denen ein weiterer Ballkontakt erforderlich ist, unterschieden. Eine direkte Torerzielung ist möglich aus Anstoß, Abstoß, Eckstoß, Strafstoß und direktem Freistoß.
Bei Einwurf und indirektem Freistoß muss der Ball nach der Spielfortsetzung zunächst von einem weiteren Spieler berührt werden, bevor ein Tor erzielt werden kann. Beim Schiedsrichterball muss der Ball ebenfalls ein weiteres Mal berührt werden, um ein gültiges Tor zu erzielen, wobei dies auch durch denselben Spieler geschehen darf, der den Ball zuerst berührt hat.
Zu beachten ist zudem, dass der Ball nach den Spielfortsetzungen Abstoß und direkter Freistoß im Spiel gewesen sein muss.

Ermittlung eines Siegers
Bei Spielen, bei denen es einen Sieger geben muss wird der Sieger bei einem Unentschieden nach der regulären Spielzeit durch die Auswärtstorregel oder durch Verlängerung (ggf. mit anschließendem Elfmeterschießen ermittelt. Das Elfmeterschießen wird nach den Regeln des Strafstoßes durchgeführt. Sollte eine Mannschaft noch mehr Spieler als die andere auf dem Platz stehen haben, muss die Mannschaftsgröße entsprechend verkleinert werden. Dabei werden abwechseln 5 Strafstöße geschossen und zwar so lange, bis eine Mannschaft uneinholbar führt. Sollte es nach 10 Strafstößen noch unentschieden stehen, muss je Mannschaft ein weiterer Spieler einen Strafstoß schießen, bis bei gleicher Anzahl an Schützen eine Mannschaft mehr Tore geschossen hat. Dies kann dazu führen, dass Spieler mehrfach schießen, falls mehr Strafstöße zu schießen sind als Spieler auf dem Platz stehen. Der Nachschuss ist nicht zulässig.

Hallenregeln
Es gelten grundsätzlich dieselben Regeln wie für Fußball auf dem Außenplatz. Die Regelungen richten sich auch danach, ob mit oder ohne Bande gespielt wird. Das Spiel findet je Mannschaft mit einem Torwart und vier oder fünf Feldspielern statt. Es werden nur indirekte Freistöße mit reduziertem Mauerabstand (meist 3m) ausgeführt. Strafstöße werden von der Sieben-Meter-Marke ausgeführt. Abstöße dürfen auch durch Abwurf mit der Hand ausgeführt werden, wobei der Ball nicht die Mittellinie überschreiten darf. Der Torwart darf den Strafraum nur zur Abwehr eines Angriffs verlassen und den Ball nur aus dem laufenden Spiel unmittelbar über die Mittellinie spielen. Wenn der Ball das Spielfeld verlässt, wird der Ball durch Einrollen oder mit Einkick wieder ins Spiel gebracht. Ein Ball, der die Decke berührt, führt zum Freistoß für den Gegner. Die Zeitstrafe beträgt in der Regel zwei Minuten. Die bestrafte Mannschaft darf sich vervollständigen (außer der bestrafte Spieler), wenn die gegnerische Mannschaft in der Zeitstrafe ein Tor erzielt. Bei einem Feldverweis darf der bestrafte Spieler nicht mehr am Spiel teilnehmen, aber dennoch darf sich seine Mannschaft nach einem Gegentor, spätestens aber nach drei Minuten wieder vervollständigen. Meist ist ein fliegender Wechsel (Auswechslung ohne Zustimmung des Schiedrichters und ohne Spielunterbrechung) erlaubt. Betritt ein Spieler das Feld bevor der auszuwechselnde Spieler dieses verlassen hat, sind ein Freistoß und eine Zeitstrafe zu verhängen. Der Spielführer wählt hier einen Spieler aus, der die Zeitstrafe absitzt.

Nachträgliche Ergebnisänderung bei offiziellen Spielen
Unter bestimmten Umständen kann das Ergebnis Spiels nachträglich geändert werden. Dies geschieht, wenn eine Mannschaft

1 einen Spielabbruch verursacht,
2  zu viele Spieler einwechselt,
3 einen ausgewechselten Spieler wieder einwechselt,
4 zu viele Spieler mit einer Staatsangehörigkeit von Staaten außerhalb der EU einsetzt,
5 in einer Profiliga zu viele Vertragsamateure  einsetzt oder
6 nicht spielberechtigte oder gesperrte Spieler einsetzt.


Regelverstöße durch den Schiedsrichter
Begeht der Schiedsrichter einen Regelverstoß (Entscheidung im Widerspruch zu den Spielregeln, allerdings nicht: Wahrnehmungsfehler), der spielentscheidend ist, steht dem benachteiligten Verein Einspruchsrecht zu. Nach Prüfung durch Sportgericht wir das Spiel ggf. annulliert und neuangesetzt.


Wir beziehen uns mit diesem Regelwerk auf die frei zur Verfügung gestellte Ausfertigung von Wikipedia, welche uns hervorragend als Grundlage diente. Ein großes Lob an Stefan Gerlach, für diese wunderbare Ausarbeitung.


Top